Kompetenzbereich

Praxisfälle

Anonymisierte Falltypen als Orientierung – keine Rechtsberatung.

Anonymisierte Falltypen als Orientierung

Alle Fallbeispiele sind vollständig anonymisiert und abstrahiert. Sie dienen der Orientierung und stellen keine Rechtsberatung dar.

Bauträger – Liquiditätslücke trotz werthaltiger Projekte

Projektwerte vorhanden, aber Baukosten, Finanzierung und verzögerte Verkäufe führen zu einer kurzfristigen Unterdeckung. Kernfrage: Ist die Lücke finanzierbar oder bereits insolvenzrechtlich relevant?

Metallbauunternehmen – Auftragsbestand, aber Margenverlust

Volle Bücher schützen nicht, wenn Altaufträge zu falschen Preisen kalkuliert wurden. Sanierung muss Ergebnisqualität und Working Capital gleichzeitig adressieren.

Bauunternehmen – Forderungsausfälle

Große offene Werklohnforderungen führen zu Liquiditätsdruck. Forderungsmanagement, Finanzierung und Insolvenzreifeprüfung müssen parallel laufen.

Merchandise-Startup – Wachstum ohne Finanzierung

Umsatz wächst, aber Lager, Marketing und Vorfinanzierung verbrauchen Liquidität. Wachstum kann die Krise beschleunigen.

Reinigungsunternehmen – Lohnintensives Geschäft

Löhne und Sozialversicherung werden fällig, während Kunden später zahlen. Schon kleine Verzögerungen können erhebliche Organrisiken erzeugen.

Malerbetrieb – geordnete Betriebsschließung

Kein Nachfolger, sinkende Erträge, überschaubare Mitarbeiterzahl. Ziel ist nicht Sanierung um jeden Preis, sondern eine rechtzeitige solvente Stilllegung.

Seniorenpflegeheim – regulatorischer und operativer Druck

Personal, Belegung, Finanzierung und behördliche Anforderungen greifen ineinander. Eine Krise verlangt koordinierte Stakeholder-Kommunikation.

Gastronomie – Miet- und Personalkosten

Kurzfristige Umsatzeinbrüche treffen auf hohe Fixkosten. Entscheidend ist, ob ein tragfähiger Kern besteht oder die Stilllegung wirtschaftlich sinnvoller ist.

Solaranlagenhersteller – Marktbruch

Schnelle Preis- und Nachfrageänderungen können Lagerwerte und Planungen entwerten. Restrukturierung muss früh erfolgen.

Hausverwaltung – kleine Gesellschaft, große Haftungsfragen

Auch bei geringem Geschäftsumfang gelten die insolvenzrechtlichen Organpflichten uneingeschränkt.

Hotelneubau – Projektkrise

Baukostensteigerungen und Finanzierungsbedarf führen zu einer Krise vor operativer Eröffnung. Projektgesellschaft, Sicherheiten und Gesellschafterfinanzierung müssen gemeinsam betrachtet werden.

Architekturbüro – hohe Außenstände

Ein wirtschaftlich funktionierendes Büro kann durch einzelne große unbezahlte Honorarforderungen in Liquiditätsdruck geraten. Durchsetzung und Sicherung von Forderungen werden zur Krisenprävention.

Bauträger – Unternehmensverkauf als Option

Wenn Gesellschafter nicht weiterfinanzieren wollen, kann ein Verkauf vor Insolvenzreife eine Alternative sein. Erwerberprüfung und Transparenz sind entscheidend.

Werksschließung – geordneter Rückzug

Personalmaßnahmen, Sozialplan, Transfergesellschaft, Mietrückbau und Verwertung werden als ein Gesamtprojekt gesteuert.

Unternehmensgruppe – schwache Tochtergesellschaft

Eine notleidende Beteiligung darf nicht unkontrolliert die gesunden Gesellschaften belasten. Entscheidung über Finanzierung, Verkauf oder Abwicklung muss früh getroffen werden.

Warum der Zeitpunkt entscheidend ist

In einem realen Insolvenzverfahren wurde die Zahlungsunfähigkeit rückwirkend mehrere Monate vor dem Insolvenzantrag festgestellt. Für den Zeitraum danach wurden Kontobewegungen von mehr als einer Million Euro zum Gegenstand eines persönlichen Haftungsanspruchs gegen den Geschäftsführer. Der Fall zeigt, wie weit die rückwirkende Betrachtung reichen kann und warum eine frühzeitige, dokumentierte Prüfung der Zahlungsfähigkeit für Geschäftsführer von zentraler Bedeutung ist.

Vertrauliches Erstgespräch